Volksbank: Reingewinn geht gegenüber 2007 leicht zurück

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Volksbank: Reingewinn geht gegenüber 2007 leicht zurück

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Veröffentlicht am 28/04/2009


Die Mitgliederversammlung der Südtiroler Volksbank hat gestern (21. April) die Bilanz des Geschäftsjahres 2008 genehmigt. Trotz eines widrigen Finanzmarktumfeldes und ersten Zeichen einer Wirtschaftskrise im Einzugsgebiet, ist das Ergebnis zufrieden stellend.

Geschäftsergebnis
Die insgesamt verwalteten Mittel beliefen sich auf 10,2 Milliarden Euro (+5,3%), die Bilanzsumme auf 5,1 Milliarden Euro (+7,5%). Der Reingewinn liegt bei 32,2 Millionen Euro, und damit geringfügig niedriger als im Vorjahr (-0,6%). Der Gewinn vor Steuern liegt bei 43,1 Millionen Euro (-7,4%).

„Das Geschäftsergebnis der Volksbank ist zufrieden stellend – vor allem, wenn man an das wirtschaftliche Umfeld denkt, in dem sie erzielt wurden“, sagte Volksbank-Präsident Hansjörg Bergmeister. „Die internationale Finanzkrise hat nicht nur die Finanzmärkte weltweit erschüttert, sondern hat auch Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, auf die Unternehmen in unserem Einzugsgebiet und auf die Bankbilanzen. Unser regionales Geschäftsmodell hat sich allerdings selbst in der Krise als stark erwiesen.“

Die Gesamtsumme der Einlagen ist auf 5.898 Millionen Euro angewachsen (+3,3%) – davon sind 4.172 Millionen Euro (+11,3%) direkte Einlagen und 1.726 Millionen Euro (-12,0%) indirekte Einlagen.
Zugelegt haben auch die Ausleihungen: Sie sind auf 4.343 Millionen Euro angewachsen (+8,1%). Damit konnte das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet werden.

Die rund 1000 anwesenden Mitglieder haben bei der Versammlung auch über die Dividende entschieden. So wie im letzten Jahr werden auch für das Geschäftsjahr 2008 0,35 Euro pro Aktie ausgeschüttet.
Neben einer Anpassung der Satzung stand auch die Wahl von vier Mitgliedern des Verwaltungsrates auf der Tagesordnung.

Sozialbilanz
Zusammen mit dem Geschäftsbericht wurde den Aktionären auch die Sozialbilanz der Bank ausgehändigt. Darin wird ausführlich darüber berichtet, auf welche Weise die Bank in die Mitarbeiter investiert, wie sie sich für das Wirtschaftswachstum in der Region und für soziale Themen einsetzt.
So wurden im Jahr 2008 66,7 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern bezahlt. An Steuern und indirekten Abgaben hat die Volksbank 25,6 Millionen Euro entrichtet. Um das Eigenkapital zu stärken, wurden 20,1 Millionen Euro an nicht ausgeschütteten Rücklagen gebildet. Die Ausschüttung an die Aktionäre belief sich auf 12,1 Millionen Euro.
In Summe beläuft sich der von der Volksbank erzeugte Mehrwert auf 124,6 Millionen Euro.

Zudem konnte Bergmeister im Rahmen der Mitgliederversammlung mit weiteren positiven Nachrichten für die Aktionäre aufwarten.

Die Zahl der Filialen ist auf 124 angewachsen (Stand April 2009). Noch nie hat die Volksbank so viele Filialen eröffnet wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Hervorzuheben ist insbesondere die Akquisition von sechs Filialen in der Provinz Venedig im Februar 2008, die die Volksbank von der Bankengruppe Intesa San Paolo übernommen hat. Die Volksbank ist nun in den Provinzen Südtirol, Trient, Belluno, Treviso, Venedig und Pordenone tätig.

Das starke Wachstum hat auch dazu geführt, dass die Bank die Mitarbeiterzahl erheblich angehoben hat. Im abgelaufenen Jahr wurde erstmals die 1000-Mitarbeiter-Schwelle überschritten. Zum 31.12.2008 waren in der Südtiroler Volksbank 1.063 Mitarbeiter beschäftigt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Volksbank zudem eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Im Zeitraum zwischen 23. Juni und 22. Juli 2008 haben Anleger 3,15 Millionen junge Aktien im Gesamtwert von 52,7 Millionen Euro gezeichnet. Das Angebot stieß auf eine große Nachfrage und war stark überzeichnet.
Nach der Kapitalerhöhung verfügt die Südtiroler Volksbank über rund 18.000 Aktionäre und weist einen Gesamtbestand von 34,67 Millionen Aktien aus. Damit wurde die Kapitalbasis der Bank nachhaltig gestärkt.

Auf der Produktseite hat sich die Volksbank durch zahlreiche Innovationen hervorgetan. So wurde u. a. die erste personalisierbare Bankomat-Karte Italiens lanciert („My“). Die Kreditrestschuld-Versicherung stellt eine bedeutende Innovation im Versicherungsbereich dar. Dabei handelt es sich um eine Zusatzversicherung zum Kredit – ist also für all jene von Interesse, die in die eigene Immobilie investiert haben.