Glossar Nachhaltigkeit

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Volksbank Sustainability
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Agenda 2030

Die Agenda 2030 ist ein Aktionsprogramm für die Menschen, die Erde und den Wohlstand, das im September 2015 von den Regierungen von 193 UN-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde. Die Agenda umfasst 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).

Aufforstung

Bei der Aufforstung werden Bäume oder Sträucher mit dem Ziel gepflanzt, Wälder zu schützen und sie bei ihrer Regeneration zu unterstützen. Bäume sind wegen ihrer zahlreichen positiven Auswirkungen von immenser Bedeutung für den Umweltschutz, dazu zählen die CO₂-Abscheidung, der Schutz von Ökosystemen und die Bereicherung der ökologischen Vielfalt.

COP 26

Bei der COP (Conference of the Parties) handelt es sich um das jährliche Gipfeltreffen, das sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigt und von den Vereinten Nationen organisiert wird. Hauptziel ist es, die weltweiten Emissionen zu begrenzen und auf Null zu reduzieren. An der COP 26, die im November 2021 in Glasgow stattfand, haben mehr als 190 Länder teilgenommen.

CO2-Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck ist ein Maß zur Berechnung der Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, eines Produkts oder einer Dienstleistung. Er wird in der Regel in Tonnen CO2 berechnet und dient hauptsächlich der Beobachtung oder Verringerung einer bestimmten Art von Emissionen.

DNF (Nichtfinanzieller Bericht)

Der nichtfinanzielle Bericht DNF (Dichiarazione non Finanziaria) berichtet über soziale und ökologische Aspekte eines Unternehmens. Das Themenspektrum reicht vom Nachhaltigkeits-Management des Unternehmens über soziale Aspekte in der Mitarbeiterführung bis zum Engagement im Kampf gegen Korruption und Geldwäsche.

Earth Overshoot Day

Der Earth Overshoot Day, wörtlich “der Tag, an dem die Erde überlastet ist“ ist der Tag, an dem wir unsere natürlichen Ressourcen, die die Erde jährlich eigenständig produzieren kann, erschöpft haben. Im Jahr 2021 war es der 29. Juli. Aktuell verbrauchen wir die Ressourcen von 1,7 Erden pro Jahr.

Emissionen

Im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimawandel handelt es sich bei Emissionen um Stoffe, die in die Atmosphäre abgegeben werden und die zu einem Temperaturanstieg führen. Die am häufigsten genannten Emissionen sind: Kohlendioxid (CC2), Methangas und Feinstaub (PM 10 und PM 2,5).

Energieeffizienz

Unter Energieeffizienz versteht man alle Maßnahmen, die in einem öffentlichen oder privaten Gebäude, einem Unternehmen oder einem Geschäftskomplex durchgeführt werden, um dessen Energieverbrauch zu senken. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, jegliche Verschwendung zu vermeiden, indem die Energienutzung optimiert wird, ohne dass der Komfort darunter leidet. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz können durch steuerliche Anreize gefördert werden.

ESG (Environment, Social, Governance)

Unter ESG (Umwelt, Soziales, Governance) werden allgemein die drei zentralen Faktoren bei der Messung der Nachhaltigkeit gemeint. ESG-Kriterien helfen dabei, die gesellschaftliche Auswirkung von unternehmerischer Tätigkeit oder von Investitionen zu bestimmen.

EU-Klimataxonomie

Die EU-Klimataxonomie ist eine Verordnung, die das Ziel verfolgt, einen Leitfaden für wirtschaftliche Aktivitäten zu erstellen, die als nachhaltig im Sinne der Umwelt definiert werden können. Die Taxonomie betrifft Bereiche wie die Kreislaufwirtschaft, den Schutz der Wasser- und Meeresressourcen und den Schutz von Ökosystemen.

European Green Deal

Der European Green Deal bzw. Europäischer Grüner Deal ist der Plan der Europäischen Union, bis 2050 klimaneutral zu werden und Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Er soll die Gesellschaft und die Wirtschaft auf einen nachhaltigeren Kurs bringen.

Gesetzesdekret 254/2016

Das Dekret regelt die Berichterstattung einiger großer Unternehmen (Anzahl der Mitarbeiter > 500; Aktiva > 20 Millionen € oder Nettoumsatz > 40 Millionen €) im Zusammenhang mit Umwelt-, Sozial- und Personalfragen, mit der Achtung der Menschenrechte und der Bekämpfung der Korruption, die angesichts der Aktivitäten und Merkmale des Unternehmens als relevant erachtet werden. Die betroffenen Unternehmen sind verpflichtet, eine nicht finanzielle Erklärung (DNF) vorzulegen.

Global Reporting Initiative (GRI)

Die internationale und unabhängige Organisation Global Reporting Initiative (GRI) entwickelt Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen und Organisationen. Der GRI-Standard ist heute weltweit einer der wichtigsten Standards in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Auch die Volksbank berichtet nach GRI-Standards.

Greenwashing

Der Begriff „Greenwashing“ bezieht sich meist auf Nachhaltigkeitspraktiken, die zum Schein durchgeführt werden. Green (grün) steht dabei für Nachhaltigkeit, während washing (waschen, aufpolieren) sich auf die Reputation eines Unternehmens bezieht, also darauf anspielt, dass man unter dem Vorwand der Nachhaltigkeit den Ruf eines Unternehmens reinzuwaschen versucht. Das heißt, dass ein Unternehmen nur zu Marketing- und Kommunikationszwecken behauptet, grün zu sein, während es in Wahrheit Praktiken verbirgt, die alles andere als grün sind.

IPCC-Bericht

Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein Forum, das sich aus Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammensetzt und jährlich einen Bericht über die Entwicklung des Klimawandels veröffentlicht.

Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert; Abfälle werden auf ein Minimum reduziert.

Nachhaltigkeit (Sustainability)

Unter Nachhaltigkeit wird das Zusammenspiel von Wirtschaft, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung verstanden. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen der Menschheit nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Pariser Abkommen

Das Pariser Abkommen ist das erste und wichtigste verbindliche globale Abkommen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs. Es wurde 2015 auf der damaligen COP 21 in Paris von 196 Staaten unterzeichnet und trat 2016 in Kraft.

SDGs (Ziele für nachhaltige Entwicklung)

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), welche weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Die Organisationen und Unternehmen sollen die Ziele sowie die 169 Unterziele bis 2030 erreichen.

Social Responsible Investment (SRI)

SRI-Investments sind Geldanlagen, die über finanzielle Aspekte hinaus auch soziale und/oder umweltbezogene Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen und ihre gesellschaftliche Verantwortung in der Verhinderung negativer Auswirkungen ihrer Aktivitäten sieht.

Stakeholder

Der Begriff „Stakeholder“ bezieht sich auf alle Personen oder Gruppen, die die Erreichung der Ziele einer Organisation oder eines Unternehmens beeinflussen können oder durch sie beeinflusst werden.

Wesentlichkeitsanalyse (Materialitätsmatrix)

Die Wesentlichkeitsanalyse ist ein strategisches Instrument, um jene Nachhaltigkeitsthemen zu identifizieren, die für ein Unternehmen und dessen Stakeholder besonders relevant sind. Mit ihr wird festgestellt, an welchen Punkten der Wertschöpfungskette, der Aktivitäten und Produkte die größte Wirkung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt erzielt wird. Globale Herausforderungen, die Einfluss auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens haben, werden ebenfalls einbezogen.

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