Moody’s passt Rating an

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Moody’s passt Rating an

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Veröffentlicht am 15/05/2012

Gemeinsame Pressemitteilung von Südtiroler Sparkasse und Südtiroler Volksbank

Die internationale Ratingagentur Moody’s hat gestern angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes in Italien 26 Banken nach unten gestuft, darunter auch die Sparkasse und die Volksbank. 

Das schwache wirtschaftliche Umfeld in Italien ist der Hauptgrund für die massive Herabstufung von 26 italienischen Banken. Davon sind auch die lokalen Banken betroffen. Die Sparkasse und die Volksbank wurden auf Ba1 abgestuft. 

In der Begründung für das Downgrade schreibt Moody’s, dass der Staat Italien in eine Rezession gerutscht sei und die Sparprogramme der Regierung Monti die Binnen-Nachfrage zum Erliegen gebracht hätten. Dies habe Auswirkungen auf die Operativität der italienischen Banken. 

„Wir waren über die Herabstufung des italienischen Bankensystems bereits im Vorfeld informiert. So sehr man die Einschätzung für die wirtschaftliche Situation Italiens auch evtl. noch verstehen kann, so wenig ist m.E. die damit einhergehende Herabstufung der lokalen Banken in Südtirol nachvollziehbar. Hier wird meiner Meinung nach in völlig überzogener Weise den Banken Unrecht getan, die sich bisher in einem lokalen Markt ganz erfolgreich gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise stemmen“, betont Sparkasse-Generaldirektor Peter Schedl. „Dies zeigt auch unser Geschäftsbericht 2011, der unter anderem auch eine deutliche Stärkung der Kapital- und Liquiditätsausstattung aufweist“. 

„Zweifelsohne nimmt die Ratingagentur Moody’s mit der Bewertung eine strenge Analyse der Situation in Italien vor“, sagte Volksbank-Generaldirektor Johannes Schneebacher. „Wir erleben derzeit zwar eine schwierige wirtschaftliche, aber keineswegs hoffnungslose Situation. Die italienischen Banken werden allerdings von Moody’s in einen übergeordneten makroökonomischen Zusammenhang gestellt, der nicht direkt mit der Entwicklung der einzelnen Bank zu tun hat.“ 
Die starke Verankerung der Volksbank in ihrem Einzugsgebiet sei auch der Grund für die soliden Bilanzergebnisse, die die Bank zuletzt vorgelegt hatte. „Die Volksbank verfügt über eine solide Vermögens- und Liquiditätssituation, wie es auch im Bilanzergebnis 2011 bestätigt wird“, sagte Schneebacher. „Die Eigenkapitalquote ist mit 9,2% mehr als komfortabel. Wir werden daher unseren Weg konsequent weitergehen.“ 

Positiv hebt Moody’s hervor, dass die Banken in Südtirol in einem Umfeld tätig seien, die wirtschaftlich stärker sei als in anderen italienische Provinzen und dass die Verankerung in der lokalen Wirtschaft ein Vorteil sei. Auch das solide Retailgeschäft und die im Vergleich mit anderen italienischen Banken geringere Risikopositionen wirken sich positiv aus.