Volksbank gibt „unverbindliche Interessensbekundung“ an Banca Popolare di Marostica ab

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Volksbank gibt „unverbindliche Interessensbekundung“ an Banca Popolare di Marostica ab

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Veröffentlicht am 11/04/2014

Das Ziel: ein starkes Vertriebszentrum im Veneto

Der Verwaltungsrat der Südtiroler Volksbank hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, eine „unverbindliche Interessensbekundung“ an der Banca Popolare di Marostica abzugeben. Eine spätere mögliche Integration ist laut Präsident Otmar Michaeler eine Wachstumschance für die Volksbank und für die Banca Popolare di Marostica die Möglichkeit, der Sitz eines starken Vertriebszentrums im Veneto zu werden. Die Operation hat Vorteile für Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter in Südtirol und im Veneto. 

Die Interessensbekundung ist die Fortführung eines Prozesses, der 2013 gestartet ist, als die Volksbank bereits die Möglichkeit der Integration der Banca Popolare di Marostica in die Volksbank geprüft hat. 

Volksbank-Präsident Otmar Michaeler betonte die Wachstumschance, die sich mit der Integration der Banca Popolare di Marostica in die Volksbank auftut: „Wie im Strategieprozess bereits 2012 aufgezeigt, bauen wir auf eine Wachstumsstrategie entweder durch neue Filialeröffnungen oder durch den Zukauf von bestehenden Filialen. Zweiteres ist nun der Fall: Die Integration der Banca Popolare di Marostica bedeutet für die Volksbank externes Wachstum – darum sind wir stark an dieser Bank interessiert, die wie die unsere eine Volksbank ist und auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Im Falle einer Integration bauen wir die Präsenz der Volksbank im Veneto aus, stärken unser Geschäft in Nordost-Italien und verleihen der Volksbank eine erhöhte Sichtbarkeit“, sagte Michaeler.
 
Zudem besteht durch diese Integration die Möglichkeit, das Vertriebsnetz der Volksbank um über 60 Filialen auszuweiten und dort weiter im Dienste von Kunden und Mitgliedern zu arbeiten. Die Stärke des Volksbank-Geschäftsmodells wird von den jüngsten Bilanzzahlen bestätigt, zumal die Volksbank das Geschäftsjahr 2013 mit einem Gewinn von 18,8 Millionen Euro abgeschlossen hat und Vermögens- und Rentabilitätskennzahlen weiter verbessern konnte. Durch die größeren Geschäftsvolumina im Fall einer Integration senkt die Volksbank die Fixkosten und stärkt daher auch die Konkurrenzfähigkeit der Bank im historischen Einzugsgebiet.
 
Laut Michaeler würde eine spätere Offerte der Volksbank gegenüber anderen Angeboten für eine „gesunde Konkurrenz“ unter mehreren Banken im Veneto sorgen – von der wiederum die Kunden profitieren. „Die Integration stellt ein Wertschöpfungsprojekt für Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter dar. Der Wirtschaftsstandort Marostica würde einen größeren Wert als bisher erhalten und eine maßgebliche Bedeutung für die umliegenden Provinzen schaffen, in denen die Volksbank bereits tätig ist“, sagte Michaeler. Marostica würde Sitz des „Vertriebszentrums Veneto“ („polo veneto“) – dort würden auch weiterhin dauerhafte Arbeitsplätze bestehen und Abteilungen der erweiterten Bank entstehen. 

Die regionale Ausrichtung der Volksbank entspreche der historischen und aktuellen Ausrichtung der Banca Popolare di Marostica und werde nicht nur beibehalten, sondern ausgebaut. „Dies kommt den Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern der Banca Popolare di Marostica zugute. Wir glauben an die Regionalität und möchten diese weiter vertiefen“, sagte Michaeler. Die Volksbank ginge in ein Gebiet, in dem die Mitglieder und Kunden historisch mit ihrer Bank verbunden sind. Die Volksbank verfolgt das Ziel, die Bank in den Händen vieler Mitglieder im Einzugsgebiet zu halten und Wert für das Territorium zu schaffen. „Mit unserem Angebot schaffen wir Werte für Mitglieder, Mitarbeiter und Kunden“, sagte Michaeler. 
Der Raum von Vicenza und Padua, das Kerngebiet der Banca Popolare di Marostica, ist für die Südtiroler Volksbank nicht neu, sondern eine Erweiterung des Raumes, den die Volksbank duch ihr Geschäft im Veneto bereits kennt – und der eine gute Ergänzung zum bestehenden Marktgebiet in Nordost-Italien darstellt. „Im Vertriebsnetz gibt es nur geringe Überschneidungen zwischen den beiden Banken“, sagte Generaldirektor Johannes Schneebacher. Auch die Unternehmenskultur der beiden Banken passt zusammen, betonte Schneebacher: „In vielem sind wir uns sehr ähnlich: Die Banca Popolare di Marostica ist eine Genossenschaftsbank und das Geschäftsmodell ist gleich ausgelegt wie jenes der Volksbank.“ 

„Unsere regionale Verankerung ist sehr stark, das stellt die steigende Zahl unserer Mitglieder unter Beweis, die in wenigen Jahren von 15.000 auf 40.000 angewachsen ist. Die regionale Ausrichtung wollen wir verstärken“, sagte Volksbank-Präsident Otmar Michaeler. „Die mögliche Integration der Banca Popolare di Marostica wird unsere Identität stärken und fügt sich gut in unseren Entwicklungsplan zugunsten unseres Einzugsgebietes ein.“