Volksbank präsentiert Bilanz Michaeler: „Volksbank etabliert sich als erfolgreiche Mitgliederbank“

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Volksbank präsentiert Bilanz Michaeler: „Volksbank etabliert sich als erfolgreiche Mitgliederbank“

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Veröffentlicht am 22/02/2013

Trotz eines schwierigen Geschäftsumfeldes kann die Südtiroler Volksbank auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Als besonderen Höhepunkt bezeichnete Volksbank-Präsident Otmar Michaeler die erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung, den Beitritt von 10.000 neuen Mitgliedern und die Ausrichtung der Bank als Mitgliederbank. Michaeler erläuterte heute zusammen mit Generaldirektor Johannes Schneebacher die Höhepunkte und Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz. 

Das Geschäftsjahr 2012 war von zahlreichen Höhepunkten geprägt, darunter der 
im Herbst erfolgreich abgewickelten Kapitalerhöhung (Umfang 63,6 Millionen Euro). „Das Angebot war wegen des großen Interesses um 24 Prozent überzeichnet – nahezu das gesamte Emissionsvolumen (99,1 Prozent) wurde von den bestehenden Mitgliedern gezeichnet. Das war ein hervorragendes Ergebnis“, sagte Otmar Michaeler, der die große Bedeutung der Mitglieder für die Genossenschaftsbank betonte. 

Ein weiterer Meilenstein: „Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 10.000 neue Mitglieder für unsere Bank begeistern“, so Michaeler. Ziel der Volksbank ist es, die Mitgliederbasis der Bank bis Ende 2013 auf 40.000 und bis Ende 2014 auf 50.000 Mitglieder ausbauen. Aktuell zählt die Volksbank 30.903 Mitglieder. „Je mehr Mitglieder die Volksbank zählt, desto tiefer ist die Bank in der Gesellschaft verankert. Diesen Weg einer starken genossenschaftlichen Basis im regionalen Raum werden wir mit viel Einsatzkraft weiter gehen“, sagte Michaeler. 

„Nur eine Bank, die Gewinne macht, ist eine gesunde und eigenständige Bank“, sagte Michaeler weiter. Die Volksbank hat mit einem Gewinn von 21,6 Millionen Euro (gegenüber 18,3 Millionen im Vorjahr) ein gutes Ergebnis eingefahren. „Das Geschäftsumfeld war auch 2012 schwierig, die Konjunktur im gesamten Einzugsgebiet war schwach und die Herausforderungen waren groß“, sagte Michaeler. „Trotzdem ist der Verwaltungsrat mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ 

Zwei Faktoren haben den Reingewinn nachhaltig gestützt: Zum einen das sehr gute Finanzergebnis, da sich der gesamte Finanzmarkt und damit auch alle Assets gut entwickelt haben, in denen die Volksbank investiert war. Zum anderen die Kosteneinsparungen, da die Volksbank auf eine strikte Kostendisziplin geachtet hat und die operativen Kosten senken konnte. Der Vorsteuergewinn stieg auf 35,5 Millionen Euro. 

Einlagen und Ausleihungen haben sich zufriedenstellend entwickelt. Besonders erfreulich war die Steigerung der Kundeneinlagen (4,2 Milliarden Euro) um 5,7 Prozent. Die Ausleihungen lagen bei 5,0 Milliarden Euro (plus 4,5 Prozent). „Die Volksbank reduziert ihre Kreditvergabe nicht, sondern wir erhöhen sie, wie es die steigenden Ausleihungen belegen“, sagte Generaldirektor Johannes Schneebacher. Das steigende Kreditvolumen ist umso beachtlicher, als fällige Rückzahlungen alljährlich mit der Neu-Kreditvergabe kompensiert werden müssen. Die Volksbank ist stolz darauf, dass alle Spareinlagen in Form von Krediten und Darlehen im Wirtschaftskreislauf der Heimat bleiben“. 

Die Wertberichtigungen haben sich 2012 nach oben entwickelt: „Mit einem Wert von 28,3 Millionen Euro (davon 26,6 Millionen auf Kredite) widerspiegeln die Wertberichtigungen die schwierige wirtschaftliche Lage, in der sich viele Unternehmen befinden“, sagte Schneebacher. 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Volksbank die Total Capital Ratio verbessert, sie liegt bei rund 12,4 Prozent. Die Tier-1-Ratio liegt bei rund 10,7 Prozent. Damit sind diese beiden Kapitalquoten so hoch wie noch nie in den vergangenen Jahren. Die Volksbank übertrifft mit diesen Werten die Anforderungen der Bankenaufsichtsbehörde und der Basel-III-Kriterien bei weitem. 

Wie schon in den Vorjahren hat die Volksbank auch 2012 intensiv an der Innovationsführerschaft gearbeitet. Die Volksbank hat eine Vorreiterrolle inne, was technische Innovationen und neue Technologien angeht. „Immer einen Schritt voraus – das ist unser Ziel“, sagte Schneebacher. „Wir haben 2012 das ipad-Banking und die digitale Unterschrift eingeführt. Unser Ziel ist die Multikanalität, sprich die Kunden über eine Vielzahl von Kanäle anzusprechen und ihnen innovative Dienstleistungen anzubieten. Weitere Neuheiten werden im Laufe des Jahres vorgestellt.“ 

2012 hat sich die Bank intensiv mit Werten und Führungsgrundsätzen auseinandergesetzt – so zum Beispiel in der Beziehung zu den Kunden, zu den Mitarbeitern, in der Führungsarbeit und in der Zusammenarbeit von internen und externen Mitarbeitern. Mit ihnen allen werden Dialog und Kommunikation stärker gepflegt als in der Vergangenheit. „Das Ziel liegt darin, die Nachhaltigkeit der Geschäftsgebarung im Unternehmen zu überprüfen und zu stärken und die Bank langfristig als Mitgliederbank auf Eigenständigkeit, Autonomie und Erfolg auszurichten“, sagte Michaeler. 

In ihrer Vertriebsstrategie wird die Volksbank an der Präsenz in sechs Provinzen festhalten und selektiv Zukäufe prüfen. Zum Nutzen ihrer Kunden hat die Volksbank im Dezember am Ritten eine neue Filiale eröffnet. Damit zählt die Volksbank nun 134 Filialen. 

Die Ergebnisse im Einzelnen: 
Der Reingewinn des Geschäftsjahres 2012 beläuft sich auf 21,6 Millionen Euro. Die Bilanzsumme lag bei 5,95 Milliarden Euro. Die insgesamt verwalteten Mittel lagen bei 11,31 Milliarden Euro (3,1% gegenüber dem Vorjahreswert). 

Bilanzkennzahlen (in Mio. Euro) 
 

    2012 2011 Var.%  
  Direkte Einlagen 4.355 4.263 2,1%  
  Davon Kundeneinlagen 4.199 3.791 5,7%  
  Indirekte Einlagen 1.937 1.905 1,7%  
  Gesamteinlagen 6.292 6.168 2,0%  
  Ausleihungen 5.016 4.798 4,5%  
  Nettovermögen 619,1 541,9 14,2%  
  Überschuss Zins/Dienstleistungsgeschäft 192,13 180,42 6,49%  
  Verwaltungsaufwendungen 124,75 128,20 -2,7%  
  Operative Kosten 128,05 128,12 -0,1%  
  Gewinn vor Steuern 35,54 33,13 7,2%  
  Steuern 13,95 14,83 -5,9%  
  Reingewinn 21,58 18,30 17,9%  

Der Verwaltungsrat hat den Bilanzentwurf heute genehmigt und unterbreitet ihn der Mitgliederversammlung am 19. April zur Abstimmung. Der Dividendenvorschlag des Verwaltungsrates liegt wie in den vergangenen beiden Jahren bei 0,30 Euro pro Aktie. Der Vorschlag für den neuen Ausgabepreis für das Jahr 2013 beträgt 18,85 Euro pro Aktie und führt damit die lineare Performance der Aktie fort. Die heurige Mitgliederversammlung findet in der Eiswelle Bozen statt. 

Der Handel der Volksbank-Aktie auf der Plattform hat sich verstetigt. Aktuell liegen keine offenen Verkaufsaufträge vor. Auf der Plattform werden jährlich Aktien im Volumen von rund 40 Millionen Euro gehandelt. „Ich freue mich, dass es derzeit keine Wartezeit auf der Plattform gibt“, sagte Schneebacher. 

Zum Ausblick auf 2013 sagte Michaeler: „Der Start in das Jahr 2013 war schwierig. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in unserem Einzugsgebiet sind unsicher. Es gibt Anzeichen einer leicht anziehenden Konjunktur am Jahresende. Der Verwaltungsrat sieht weiterhin viele Risiken wirtschaftlicher Natur. Dass die Volksbank auf dem richtigen Weg ist, hat uns Ende Dezember 2012 die Wirtschaftszeitung Milano Finanza bescheinigt: Die Volksbank wurde unter den in der Region ansässigen Banken als die Bank mit der besten Wertung ausgezeichnet. Die gute Arbeit der vergangenen Jahre und der strikte Kundenfokus unserer Bank wird uns helfen, auch weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.“