Volksbank präsentiert Bilanz: Gutes Ergebnis in schwierigem Umfeld

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Volksbank präsentiert Bilanz: Gutes Ergebnis in schwierigem Umfeld

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Veröffentlicht am 14/02/2014

Michaeler: "Fundament der Volksbank wurde 2013 gestärkt - Gewinn vor Steuern auf Vorjahresniveau - Steuerbelastung steigt um 20%"

Die Aufnahme von rund 7.900 neuen Mitgliedern, die Stärkung der Solidität der Bank und die im Vergleich zum italienischen Bankensystem wesentlich geringeren Kreditausfälle bezeichnete Volksbank-Präsident Otmar Michaeler als besondere Höhepunkte des Geschäftsjahres 2013. Michaeler erläuterte heute zusammen mit Generaldirektor Johannes Schneebacher die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz.
 

Die Südtiroler Volksbank ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2013 – trotz Wirtschaftskrise. Die Bank hat ihr Fundament gestärkt, die Zahl der Mitglieder ausgebaut und steht heute mit einer Core-Tier-1-Ratio von 12,9 Prozent solider da als im Vorjahr (10,72 Prozent). „Auch in einem schwierigen Geschäftsumfeld und im Niedrigzinsumfeld haben wir als Bank unsere Hausaufgaben gemacht. Die Liquididätslage hat sich weiter verbessert; unser Kreditportfeuille wurde zuletzt von Standard&Poor’s äußerst positiv hervorgehoben. Mit unserer soliden Kernkapitalquote übertreffen wir die Anforderungen der Aufsichtsbehörde und der Basel-III-Kriterien bei weitem. Wir sehen uns daher in unserem strategischen Weg bestätigt“, sagte Michaeler.

Im Jahr 2013 hat die Volksbank rund 7.900 neue Mitglieder gewonnen und zählte damit zum Jahresende 37.574 Mitglieder. „Das Ziel ist es, die Mitgliederbasis im Laufe dieses Jahres auf 50.000 Mitglieder auszubauen und die Genossenschaft noch tiefer in der Gesellschaft zu verankern. Wir möchten die Volksbank als starke Bank im regionalen Raum weiter entwickeln und dafür sind unsere Mitglieder von fundamentaler Bedeutung“, sagte Michaeler.

Der Gewinn vor Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 35,6 Millionen Euro und ist damit gleich hoch wie im Vorjahr. Gleichzeitig bezahlt die Volksbank rund 2,8 Millionen Euro mehr an Steuern, da der Staat die IRES-Steuer für Banken von 27,5 auf 36% angehoben hat.

Die Steuerquote der Volksbank hat sich damit auf über 47 Prozent erhöht. Insgesamt hat die Volksbank für 2013 Steuern im Umfang von knapp 17 Millionen Euro entrichtet (plus 20,4%). Entsprechend liegt der Nettogewinn für das Jahr 2013 bei 18,8 Millionen Euro. Der Verwaltungsrat der Bank wertet das Geschäftsergebnis als sehr positiv, zumal die Konjunktur im gesamten Einzugsgebiet schwach und die Wirtschaftskrise überall spürbar war.

Gleich mehrere Faktoren haben das gute Ergebnis nachhaltig gestützt:
Zum einen haben sich die Wertberichtigungen auf Kredite 2013 auf einem niedrigeren Niveau bewegt als noch 2012. Der Anteil an Problemkrediten lag bei der Volksbank 2013 unter 10 Prozent, während der Durchschnitt des italienischen Bankensystems bei rund 16 Prozent liegt.
Im Finanzgeschäft hat die Volksbank ähnlich wie 2012 auch im vergangenen Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis eingefahren, da sich nahezu alle Assets gut entwickelt haben, in denen die Volksbank investiert war.
Insgesamt hat die Volksbank auf eine strikte Kostendisziplin geachtet und konnte die operativen Kosten und Sachkosten senken und die Produktivität erhöhen. Dies hat sich in günstigeren Preisen für die Kunden niedergeschlagen.

Laut Generaldirektor Johannes Schneebacher haben sich die Einlagen sehr gut entwickelt; bei den Kundeneinlagen konnte die Volksbank ein starkes Plus von 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Auch dies trägt laut Schneebacher zur Verbesserung der Liquiditätslage bei. Die Kundenausleihungen befinden sich in etwa auf Vorjahresniveau (- 0,3 Prozent). Insgesamt hat die Volksbank 600 Millionen neue Kredite (vor allem Darlehen) an Private wie auch an Unternehmer im gesamten Einzugsgebiet vergeben und damit das Niveau des vergangenen Jahres gehalten. Rückzahlungen und Fälligkeiten wurden durch das Neugeschäft kompensiert. „Einlagen und Ausleihungen sind die Grundlagen unseres regional ausgelegten Bankgeschäftes - von Kreditklemme war auch 2013 keine Spur“, sagte Schneebacher.

Auch im vergangenen Jahr hat die Volksbank ihren Kunden technische Innovationen präsentiert: Für Mitglieder wurde die Volksbank-Lounge, ein virtueller Marktplatz, lanciert. Mit der Einführung des „Tablet“ ist die Volksbank dem Ziel der „papierlosen Filiale“ ein Stück näher gerückt. Durch die Einführung der digitalen Unterschrift können Kunden seit dem vergangenen Jahr Bankprodukte wie etwa einen Kreditvertrag auch online abschließen. Die Cash Recycler mit Touch Screen ermöglichen es den Kunden, Bankoperationen, die früher nur an den Kassen möglich waren, durchzuführen. In der Filiale Treviso wurde die erste Filiale ohne herkömmliche Kasse vorgestellt. „Die Multikanalität ist unser Ziel, sprich, die Kunden über eine Vielzahl von Kanälen anzusprechen und ihnen innovative Dienstleistungen anzubieten“, sagte Schneebacher.

Im vergangenen Jahr wurden die Arbeiten zum Bau des neuen Hauptsitzes am Standort Schlachthofstraße aufgenommen. Die Arbeiten schreiten gut voran; voraussichtlich ziehen die Volksbank-Mitarbeiter im Januar 2015 in das neue Gebäude ein.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Der Reingewinn des Geschäftsjahres 2013 beläuft sich auf 18,8 Millionen Euro. Die Bilanzsumme lag bei 6,1 Milliarden Euro (2,6%). Die insgesamt verwalteten Mittel lagen bei 11,5 Mrd. Euro (2,1% gegenüber dem Vorjahreswert).

Bilanzkennzahlen (in Mio. Euro)

    2013 2012 Var.%  
  Direkte Einlagen 4.617 4.354 +6,0%  
  Davon Kundeneinlagen 4.536 4.199 +8,0%  
  Indirekte Einlagen 2.001 1.937 +3,3%  
  Gesamteinlagen 6.618 6.291 +5,2%  
  Kundenausleihungen (brutto) 5.053,4 5.069,6 -0,3%  
  Nettovermögen 628,8 619,1 +1,6%  
  Überschuss Zins/Dienstleistungsgeschäft 173,9 192,1 -9,5%  
  Verwaltungsaufwendungen 126,6 124,8 +1,5%  
  Operative Kosten 117,3 128,1 -8,4%  
  Gewinn vor Steuern 35,6 35,5 +0,1%  
  Steuern 16,8 14,0 +20,4%  
  Reingewinn 18,8 21,6 -13,0%  


Der Verwaltungsrat hat den Bilanzentwurf heute genehmigt und unterbreitet ihn der Mitgliederversammlung am 29. April zur Abstimmung. Der Dividendenvorschlag des Verwaltungsrates liegt wie in den vergangenen beiden Jahren bei 0,30 Euro pro Aktie. Der Vorschlag für den neuen Ausgabepreis für das Jahr 2013 beträgt 19,20 Euro pro Aktie und führt damit die lineare Performance der Aktie fort.
 
Bilanzdaten des Geschäftsjahres 2013
(Nur in italienischer Sprache)